Allgemeines

Biodiversität und Artenvielfalt für Staufen

Umgestaltung von drei strassenrandbegleiteten Rabatten

Ein guter Teil der Rabatten beim Lindenplatz wurden bis anhin im Frühling und Herbst der Jahreszeit entsprechend mit Wechselflor bepflanzt. Der Ressourceneinsatz dieser Bepflanzung ist in finanzieller, personeller und auch materieller Hinsicht intensiv. Zudem sind Wechselflorrabatten aus ökologischer Sicht umstritten. Durch eine Neugestaltung der Rabatten mit vorwiegend heimisch, pflegeleichten und mehrjährigen Staudenrabatten möchten diese Nachteile minimiert werden.

In der vergangenen Woche wurden die Rabatten leergeräumt und heuer bereits wieder mit einer Mischpflanzung neu gestaltet.

Es ist das Ziel, mit den Mischpflanzungen einen Beitrag zum Erhalt unserer Artenvielfalt zu leisten. In einer Rabatte werden 15-20 verschiedene Pflanzenarten ihren Platz finden. Die Stauden verschönern aber nicht nur unsere Rabatten. Neben schönen Blüten und Strukturen, sind sie vor allem Nahrungsgrundlage für viele Tiere und sehr beliebt bei Bienen, Schmetterlingen, Käfern und vielen weiteren Insekten.

Insekten mögen Wildstauden

Mit der Staudenbepflanzung hält eine vielfältige Tierwelt Einzug, denn viele Insekten wie Falter, Wildbienen, Hummeln sind auf ganz bestimmte heimische Pflanzen spezialisiert und finden dort Nektar und Pollen. Und Dank der Insekten kommen auch die Vögel in das blühende Reich. Während die Pflanzen für Bienen und Co. reichlich Nektar und Pollen bieten, halten sie für die gefiederten Gäste später im Jahr Früchte und Samen bereit.

In der Natur werden Wildstauden leider bereits vielfach durch nicht heimische Pflanzen verdrängt. Durch entsprechende Pflanzungen auf öffentlichen Grünflächen können wir viel zum Erhalt unserer heimischen Flora und Fauna beitragen.

Mit den neu gestalteten Staudenrabatten wird ein mehrjährig blühendes und natürlich wirkendes Pflanzenensemble in Staufen angesiedelt. Die Rabatten am Lindenplatz sowie die Rabatte am Knoten Friederichstrasse / Wiligraben sind diese Woche von Renato Wölfli (Mitarbeiter Werkhof) und Ueli Furter (Gartenbau) neu bepflanzt worden. Sofern sich dieses Bepflanzungskonzept für uns bewährt, werden weitere Rabatten zur Umgestaltung ins Auge gefasst.

Wildblumenziegel

Des weiteren wurde an verschiedenen Standorten im Dorf, so zum Beispiel entlang des Chilewegs und hinter dem Postgassbrunnen, Wildblumen Initialziegel gepflanzt. Die jetzt noch als kleine Blumeninseln wahrgenommene Pflanzungen werden sich im Laufe der Jahre automatisch auf den Matten ausbreiten. Auch die Wildblumenwiesen locken mit ihrer bunten Blütenvielfalt viele Nützlinge an.

7 Kommentare zu “Biodiversität und Artenvielfalt für Staufen

  1. Matthias Narr

    Wunderbar!

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  2. Stefan Isler

    Sehr sinnvoll, vielen Dank dem Gemeinderat! Eine naturnahe Begrünung (mit verhältnismässigem Aufwand für das Bauamt) und schattenspendende Bäume sind ebenso zukunftsgerichtet wie einheimische Energie und energiesparendes Bauen.

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  3. Berner Irene

    sehr schön, bei uns am Pfalzweg 4c wird ab Mitte Mai im Privatgarten eine Ruderalfläche angelegt auch mit vielen einheimischen Pflanzen.

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  4. Mathias & Nina Sehn

    Es freut uns sehr, dass die Gemeinde Staufen unsere Idee positiv aufgenommen hat, und nun in eigener Regie weiter entwickelt. Wir hoffen und empfehlen, dass die Pflanzen und Flächen biologisch, besser biodynamisch, bewirtschaftet werden. Danke!
    https://staufbergsicht.blog/2019/03/17/staufen-ein-bienendorf/

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  5. Paul Widmer

    Vielen Dank dem Gemeinderat und dem Bauamt für die Initiative. Ich hoffe, dass der Schwung ausgenützt wird und auch die Schulanlage mit Umgebung in die Neugestaltung einbezogen wird.

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  6. Maria Kees

    Eine sinnvolle, schöne Idee und Umsetzung. Dankeschön 🙂

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  7. Lukas Baumann

    Die Verkehrsinseln sehen schon jetzt super aus, wie wunderbar wird es erst in einem Jahr sein! Ich freue mich an jedem Quadratmeter einheimischer Natur 🙂 Ein grosses Dankeschön an alle Beteiligten, das habt ihr super gemacht!! Ein schöner, positiver Nebeneffekt ist in der Tat, dass unsere einheimische Natur oft weniger Pflegeaufwand benötigt. Und solche Naturinseln sind sooo wichtig für unsere Biodiversität!! Ich wünsche mir, dass wir noch einige weitere Flächen (öffentliche wie private) finden, die sich in dieser Form umgestalten lassen (z.B. entang der roten 100m-Bahn).

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