Der grosse Mammutbaum im Ausserdorf/Holzgasse, der vergangene Woche von einer Böe zerrissen wurde, hat Geschwister. Und die schöne Geschichte dazu lautet folgendermassen:
Samuel Furter (Vater von David Furter, der am Seenerweg wohnt) besuchte zwischen 1960 und 1964 zweimal seinen Freund Dölf (ev. Paul?) Brugger in Omaha im US-Staat Nebraska. Dieser war nach Amerika ausgewandert. Die Familie Brugger betrieb dort eine grosse Farm und hatte im Keller gegen die häufig tobenden Tornados eine zweite Wohnung mit Küche und Schlafgelegenheit eingerichtet.
Ohne ein Wort Englisch zu sprechen, fand sich Samuel Furter offenbar gut zurecht. Von einer seiner Reisen brachte er Samen von Mammutbäumen zurück. Diese Samen wurden vom Förster in der ehemaligen Fortbaumschule (Tannligarten) im Buech, dort wo heute das Waldhaus der Ortsbürgergemeinde steht, ausgesät. Offenbar keimte die Samen gut und mehrere kleine Mammutbäume wuchsen. Diese wurden an verschiedenen Standorten gepflanzt. So auch bei den Familien Sandmeier und Furter im Ausserdorf.


Der Förster Willi Schlatter liess in den 1970er-Jahren durch einen Försterpraktikanten im Länzert auf einer Kreuzung der Waldstrassen ebenfalls einer dieser Jungbäume pflanzen. Offenbar ist dieser Standort mitten im Wald und geschützt vor starken Winden ideal. Der Mammutbaum wuchs zu einem stattlichen Exemplar heran und überragt unterdessen seine Nachbarsbäume.
Hier steht der Mammutbaum am Hauptweg im Länzert:


und so präsentiert sich der Mammutbaum in seiner ganzen Grösse:
Bei einem Sonntagsspaziergang die zwei Mammutbäume besuchen? Hier findest du die Karte und den Link dazu.

Herzlichen Dank an Kathrin und David Furter sowie Lotti Schlatter für die Auskünfte.

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